HSV erobert in Frankfurt den DM-Titel der Damen

Nachdem bereits im vergangenen Jahr Frankfurt als Gastgeber der Deutschen Meisterschaften der Damen im Rollstuhl-Basketball fungierte, übernahm man auch in diesem Jahr wieder die Durchführung der Deutschen Damenmeisterschaften. Wie auch im Vorjahr ging das Team Hessen mit Titelambitionen in das Meisterschaftsrennen.

 

Als größter Konkurrent wurde von Beginn an das Team das Hamburger SV ausgemacht. Dort hatte man sich die Dienste von Marina Mohnen, derzeit in Italien aktiv und Mareike Adermann, zurzeit in den USA, gesichert. Von Beginn an wurden beide Teams ihrer Favoritenrolle gerecht. Souverän wurden alle Spiele der jeweiligen Vorrundengruppe gewonnen. Die mit 2 Teams angetretenen Augsburgerinnen sicherten sich in ihrer Vorrundengruppe hinter den Favoritinnen jeweils Platz 2. Damit kam es im Halbfinale zu den Partien Team Hessen gegen Augsburg 1 und Hamburger SV gegen Augsburg 2.

Im Halbfinale gegen Augsburg 1 übernahmen die Hessinnen sehr schnell das Kommando. Bereits im 1. Viertel zeigte man den Bayerinnen deutlich die Grenzen auf. 24:12 führte man nach Viertel 1, in dem Silke Bleifuss (Mainhatten Skywheelers) und Gesche Schünemann (RSV Lahn-Dill) mit 8 bzw. 12 Punkten die überragenden Schützinnen waren. Auch im weiteren Verlauf ließ sich der Vorjahresmeister das Zepter nicht mehr aus der Hand nehmen und gewann am Ende mehr als deutlich mit 84:30.

Ähnlich deutlich gestaltete sich das Halbfinale. Nach leichten Startschwierigkeiten im 1. Viertel. Hamburg führte mit 11:9, kam das Team über ihre Topscorerinnen immer besser in Fahrt. Zur Halbzeit führte man mit 38:13 und ließ auch in Halbzeit 2 nichts mehr anbrennen. Mit 63:31 schaltete man Augsburg 2 klar aus.

Wie erwartet standen sich damit nicht nur die beiden Titelfavoriten gegenüber. Damit stand sich auch der größte Teil des Kaders, der mit der Damennationalmannschaft im Juli nach dem Weltmeistertitel strebt, gegenüber. So nahm das erste Viertel auch einen ausgeglichenen Verlauf. Auf hessischer Seite dominierten im Scoring Silke Bleifuss und Gesche Schünemann und auf der norddeutschen Seite waren es Mareike Adermann und Marina Mohnen. Mit einer 21:16-Führung gingen die Hamburgerinnen in die Viertelpause. Im 2. Viertel konnten die Nordlichter den Vorsprung dann weiter ausbauen. Sie profitierten davon, dass man sich auf hessischer Seite einige

Nachlässigkeiten in der Defensivarbeit erlaubte und somit einfache Körbe der Gäste zuließ. 27:40 lautete aus hessischer Sicht der Halbzeitstand.

Im 3. Viertel sollte sich das Spiel dann entscheiden. Auf hessischer Seite gelang in der Offense nur wenig und auch mit der Verteidigungsarbeit konnte Coach Rödig nicht zufrieden sein. Am Ende sah man sich zum Viertelende einem 34:59 gegenüber und konnte das Spiel damit abhaken. Die Hamburgerinnen ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und fuhren mit einem souveränen 73:49 den Meistertitel ein.

Zum Titel gratulierten während der anschließenden Meisterehrung sowohl Heinz Wagner (Vizepräsident des HBRS) und Gerhard Knapp (Präsident des HBRS) wie auch Prof. Dr. Heinz Zielinski, leitender Ministerialrat im hessischen Ministerium des Innern und für Sport, als Vertreter des Innenministers.

Lange Zeit für Trauer blieb den beteiligten Nationalspielerinnen dann nicht. Denn diese flogen noch am Sonntagabend zwecks Länderspielreise nach Australien. Ein positives Fazit zog auch Organisator und Teammanager der Mainhatten Skywheelers Pierre Fontaine: „Ich bin sehr zufrieden und wir haben viel positives Feedback für unsere Organisation erhalten. Den Damen aus Hamburg gratuliere ich zum Titel, das war eine starke Leistung.“

 
4 Nations Pre Tournament
Tabelle
Pos.
Team
Spiele
Punkte
1
Lahn-Dill 18
34:2
2
Zwickau
18
30:6
3
RSB Thüring. 18
26:10
4
München 18
24:12
5
Skywheelers 18
20:16
6

Trier
18

18:18
7

Köln
18

14:22
8
Jena
18
8:28
9
Salzburg 18
4:32
10
Hannover
18
2:34

 


PlayOffs
Abstiegsplatz