RSV Lahn-Dill wird der Favoriten-Rolle gerecht – Skywheelers werden Dritter

Am vergangenen Wochenende fand in Frankfurt (Franz-Böhm-Schule) eines der wichtigsten nationalen Highlights des Rollstuhlbasketballs statt. Im Kampf um den DRS-Pokal trafen bein Final Four die Teams aus Frankfurt (Mainhatten Skywheelers), München, Zwickau und Wetzlar (RSV Lahn-Dill) aufeinander. In den Halbfinals trafe am Samstag jeweils ein Favorit auf einen Underdog.

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Zuerst mussten die Rollis aus Zwickau gegen den USC München ran. Die Sachsen schufen gleich im ersten Viertel klare Verhältnisse. Mit 24:11 ging dieser Spielabschnitt an das Team aus Zwickau. Mit ihrer aus Osteuropäern besetzten Starting Five hatten sie das Spiel auch im weiteren Verlauf im Griff. Mit einer 40:23 Führung ging man in die Halbzeit. Auch in der 2. Spielhälfte ließ man nichts mehr anbrennen und siegte am Ende souverän mit 66:46. Man leistete sich sogar den Luxus, den einen oder anderen Leistungsträger für das Finale am Sonntag zu schonen.

Auch im 2. Halbfinale waren die Rollen klar verteilt. Der RSV Lahn-Dill ging als haushoher Favorit gegen die Gastgeber der Mainhatten Skywheelers in die Partie. Doch in den ersten Minuten wehrte sich das Team von Nora Schratz tapfer. Als Andi Kreß in der 7. Spielminute mit einem erfolgreichen Dreier auf 15:15 ausglich, stieg die Hoffnung auf ein enges Spiel. Aber die letzten 3 Minuten des Viertels sollten alle, die dies gehofft hatten, eines Besseren belehren. Im Frankfurter Spiel häuften sich die Fehlpässe und Fehlwürfe. Am Ende legten die Mittelhessen einen 16:2-Lauf hin und begruben damit alle Frankfurter Hoffnungen. Mit dem Viertelergebnis von 17:31 sahen sich die Gastgeber schon einem großen Rückstand gegenüber. Auch im weiteren Verlauf der Begegnung kamen die Frankfurter nicht mehr richtig ins Spiel. Insbesondere Topscorer Sebastian Wolk „erfreute“ sich einer intensiven Aufmerksamkeit der RSV-Defense und erzielte am Ende lediglich 5 Punkte. Topscorer auf Seiten der Skywheelers wurde schließlich mit 16 Punkten Johannes Hengst. Die Gastgeber mussten die klare Überlegenheit des Weltpokalsiegers akzeptieren und eine deutliche 50:84-Niederlage quittieren.

So kam es zum erwarteten Finale zwischen dem RSV Lahn-Dill und den RSC Rollis Zwickau. Zuvor stand noch das Spiel um Platz 3 auf dem Programm. Der alte Südschlager Mainhatten Skywheelers gegen USC München wurde aufgerufen. Die Zuschauer sahen wie eigentlich immer in diesen Begegnungen der beiden Teams kämpferischen Rollstuhlbasketball. Man schenkte sich nichts. Aber dieses Mal hatten die Gastgeber das bessere Ende für sich. Mit 54:48 fuhr man Platz 3 ein. Mit 18 Punkten war Sebastian Wolk Topscorer für seine Farben. Ihre respektable Premiere im Bundesliga-Team feierte Anne Brießmann und erzielte 4 Punkte für ihr Team.

Im Finale sahen die rund 500 Zuschauer eine lange Zeit spannende Begegnung der beiden deutschen Spitzenteams. Als aber Ende des dritten Viertels der Zwickauer Spielertrainer Piotr Luszynski mit dem 5. Foul das Feld verlassen musste, waren für die Sachsen alle Messen gesungen. Die favorisierten Wetzlarer brachten mit einem 68:58-Sieg den 8. Pokalerfolg unter Dach und Fach und zogen damit mit dem bisherigen alleinigen Rekordsieger USC München gleich.

Für die Skywheelers steht nun eine Zeit des Umbruchs an. Nora Schratz wird ihre Tätigkeit aus beruflichen Gründen beenden und Johannes Hengst wird ein Auslandssemester in Norwegen verbringen und dem Team ebenfalls nicht zur Verfügung stehen. Routinier Jörg Wycisk zog nach 30-jähriger Aktivenlaufbahn auch einen Schlussstrich und steht dem Team nicht mehr zur Verfügung. „Ich hoffe, dass wie immer in jeder Veränderung auch eine Chance liegt und die Skywheelers mit neuem Schwung und Spielern in der Saison 2011/12 gehen.“ zog der der Routinier sein Fazit.

Zufrieden mit dem Turner zeigte sich auch Team-Manager Pierre Fontaine. Von vielen Seiten wurde nicht mit Lob für die von ihm perfekt organisierte Veranstaltung gegeizt. Fontaine zeigte sich hocherfreut und versäumte es aber auch nicht, seinen Dank auszusprechen: „Mein Dank gilt der Stadt Frankfurt, die uns mit dem Empfang im Kaisersaal des Römers durch Sport-und Wirtschaftsdezernenten Frank eine besondere Ehre zuteil werden ließ. Auch die Unterstützung durch das Sportamt möchte ich nicht unerwähnt lassen. Sehr hilfreich war ebenfalls der Shuttle-Service durch den VGF. Diese Unterstützung hat uns sehr gefreut. Auch der HBRS hat wieder einen Anteil daran, dass wir unserem Sport diese hervorragende Plattform bieten konnten. Vergessen will ich auch nicht all die anderen Sponsoren wie z.B. die Signal-Iduna, Auto Schmitt, FES, Physio nach Maß und die Commerzbank-Arena.“

 
4 Nations Pre Tournament
Tabelle
Pos.
Team
Spiele
Punkte
1
Lahn-Dill 18
34:2
2
Zwickau
18
30:6
3
RSB Thüring. 18
26:10
4
München 18
24:12
5
Skywheelers 18
20:16
6

Trier
18

18:18
7

Köln
18

14:22
8
Jena
18
8:28
9
Salzburg 18
4:32
10
Hannover
18
2:34

 


PlayOffs
Abstiegsplatz