Unnötige Niederlage gegen HeidelbergDie letzte Begegnung der 2. Mannschaft in der 2. BUNDESLIGA war ein Spiegelbild der Saison. Überraschendes Anspiel in der Zone, sichere Würfe aus der Distanz zeigte der Aufsteiger immer wieder mal – aber auch leichte Ballverluste beim Aufbau. Gegen einen so schnellen Gegner wie die junge Heidelberger Mannschaft kann man sich das nicht erlauben.Das Spiel begann vielversprechend: Frankfurt ging sofort 2:0 in Führung. Die Hoffnung auf einer Revanche für die hohe Niederlage in Heidelberg wurde durch Silke Bleifuß mit sechs Punkten in Folge, Johannes Hengst und Bernd Hofscheier aufrecht erhalten. 10:6 stand es Mitte des Viertels, doch schon in dieser Phase schlichen sich Unsicherheiten im Aufbau ein. Ungenaue Pässe brachten den Gast zu oft in Ballbesitz. In den Anfangsminuten wurde das noch nicht zählbar bestraft. denn auch der Gast ging mit diesen Geschenken leichtfertig um. Johannes Hengst wurde besonders eng ‚betreut’ – oft von zwei Gegnern gedoppelt. Dennoch gelangen ihm 16 Punkte. Auf der Gegenseite traf Andre Hopp immer besser - am Ende hatte er 32 Punkte erzielt. Die 2. Halbzeit konnten die Frankfurter gewinnen, wobei insbesondere Heike Friedrich ihre Offensivqualitäten zeigte und 15 Punkte erzielte – einen Dreier gönnte sie sich auch. Der gelang auch Silke Bleifuß, die auf 11 Punkte kam. Ausgerechnet der Kapitän des Teams, Routinier Bernd Hofscheier (ebenfalls 11 P,) der durch seine Schnelligkeit eigentlich unverzichtbar war, musste noch im 3, Viertel mit dem 5. Foul die Segel streichen. Dem Team gelang zwar noch einmal der Ausgleich (47:47), doch am Ende stand eine 57:60 Niederlage. Es ist müßig zu spekulieren, wie es ausgegangen wäre, wenn der allein pfeifende Schiedsrichter die Schlussszene richtig gesehen hätte. In der letzten Sekunde wurde J. Hengst bei einem Dreierversuch gefoult – Videobeweis liegt vor – aber der Schiedsrichter sah die Situation anders. Erfolgscoach Horst Lozar war mit der Saison schon deshalb ganz zufrieden, weil der Mitaufsteiger Lahn-Dill in beiden Begegnungen deutlich geschlagen wurde. Der Klassenerhalt war sein Ziel, und das hatten er und Silke Bleifuß geschafft. Nicht nur den Beiden kann man gratulieren – die ganze Mannschaft hat sich einen Glückwunsch verdient. Für die nächste Saison werden neue Ziele ausgegeben. |