83:58-Auswärtssieg in AugsburgDas letzte Spiel der RBBL-Saison 2010/11 führte die Frankfurter Skywheelers in die Fuggerstadt Augsburg. Dort erwarteten sie die bereits als Absteiger feststehenden Gastgeber. Diese rechneten sich gegen die Hessen dennoch eine Chance aus. Hatten doch Viren und andere Ereignisse wieder eine Schneise in den Kader von Nora Schratz geschlagen. So fiel Playmaker Lehmann erkrankt aus. Außerdem musste Florian Miller aus Studiengründen absagen und Paul Sznabel fiel dann am Samstagmorgen mit Fieber aus. Glücklicherweise konnte man mit Bernd Hofscheier einen erfahrenen Spieler des Zweitligateams für das Spiel aktivieren und reiste somit mit 7 Spielern nach Schwaben.
Zu Beginn plätscherte das Spiel ein wenig dahin. Die Skywheelers wirkten von der langen Autofahrt ermüdet und mussten sich auf die ungewohnte Starting Five einstellen. So stand es nach schwachem Beginn nach 5 Minuten nur 6:6. Doch dann drehten die Skywheelers nach einer Auszeit auf. Endlich wurde schnell gespielt und der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber den Schwaben genutzt. So baute man binnen gut 4 Minuten das Ergebnis mit einem 16:0-Lauf gegen die in dieser Phase deutlich überforderten Gastgeber auf 22:6 aus. Das Ergebnis von 8:25 zur Viertelpause sorgte bei den Augsburgern für Ernüchterung. Bei den Skywheelers ließ man im Gefühl der sicheren Führung nun prompt im 2. Viertel die Zügel schleifen. Die phasenweise sehr offensive und aggressive Verteidigung wurde nicht mehr konsequent umgesetzt und man gestattete den Augsburgern wieder mehr Platz. Fast logische Konsequenz war, dass die Zuschauer nun ein ausgeglichenes Spiel sahen, in dem beide Teams deutliche Lücken in der Defense zeigten. Mit einem 16:16 trennte man sich in dem Viertel und die Hessen gingen mit einer 39:22-Führung in die 2. Halbzeit. Auch in der zweiten Halbzeit zeigten sich die Skywheelers nur mäßig konzentriert und gestatteten den Fuggerstädtern zuviel Platz für einfache Korbleger. Aber auch die Gastgeber ließen Johannes Hengst und Sebastian Wolk immer wieder Platz, um die Zone einzudringen und dort zu scoren. Somit ging es mit einer 57:38-Führung für die Gäste in den letzten Spielabschnitt. Die Zuschauer erlebten nun ein Spiel, das von beiden Seiten mit offenem Visier und wenig intensiver Defensearbeit geführt wurde. Insbesondere offensiv konnten die Skywheelers nun nochmal mit schön gespielten Fast-Breaks die Augsburger Defense aushebeln und sehenswerte Angriffe abschließen. Insgesamt sahen die Zuschauer in dem Viertel 46 Punkte, wobei die Hessen davon 26 erzielten. Schlussendlich siegten die Skywheelers mit dem Rumpfkader ungefährdet mit 83:58 in Augsburg. Schratz machte schnell einen Haken unter das Spiel: "Mein Dank gilt zuerst Bernd Hofscheier, der kurzfristig eingesprungen ist und ein gutes Spiel gemacht hat. In der Summe war es eine solide Leistung, die insbesondere in der Defense noch deutlich Luft nach oben lässt. Daran werden wir in den nächsten Wochen in Vorbereitung auf das Final Four nochmal intensiv arbeiten. Und ich hoffe, wir bleiben dann mal von Krankheiten etc. verschont." Wolk (30), Hengst (20), Wycisk (12), Kahsai (10), Kreß (7), Hofscheier (4), Schratz |