Skywheelers "zähmen" Bulls mit 68:57

Am vergangenen Samstag traten die Skywheelers zum letzten Heimspiel in der RBBL-Saison 2010/11 gegen die Roller Bulls St. Vith an. Und nach längerer Zeit stand Trainerin Schratz endlich wieder ein kompletter Kader zur Verfügung.

In dem Spiel gegen die Bulls ging es für die Hessen nur noch um „die goldene Ananas“. Denn vor dem Spiel stand schon fest, dass für Frankfurt der Tabellenplatz 7 in der Schlussabrechnung nicht mehr zu verlassen war. Anders war die Situation für die Gäste. Um noch aus eigener Kraft den Abstiegssumpf verlassen zu können, war ein Sieg nötig.

 


Auch die Schiedsrichter waren sich der brisanten Situation bewusst, zumal die Belgier für ihre rustikale Spielweise bekannt sind. Daher versuchten sie mit einer äußerst strengen Linie von Beginn an, den Zündstoff aus der Partie zu nehmen. Damit konnten die Hessen zu Beginn bestens leben. Viele Aktionen der Gäste wurden durch einen Pfiff geahndet. So kamen die Gastgeber bestens ins Spiel und kamen insbesondere über ihre langen Spieler Kress und Wolk zum Erfolg. Fast logische Folge war eine klare 20:12-Führung nach dem ersten Viertel. Doch dann geschah Wunderliches. Ohne guten Grund begannen die Skywheelers nach einigen Pfiffen der Unparteiischen gegen sie die Diskussionen um die Entscheidungen. Wie nicht anders zu erwarten, brachten sie sich damit aus dem und die Gäste ins Spiel. Nun kamen die Bulls über ihren Nationalmannschaftscenter Boterberg gegen unkonzentrierte Gastgeber immer wieder zum Erfolg. Beide Mannschaften hatten nun schon frühzeitig mit einer hohen Foulbelastung zu kämpfen. So  musste Andi Kreß noch vor der Halbzeit mit 4 Fouls auf die Bank. Ein unentschiedener Halbzeitstand (31:31) war die Quittung für das Spiel der Skywheelers.


In der Halbzeit besann man sich nun eines Besseren. Denn einen Vorwurf wollte man sich nicht machen lassen: Einen Eingriff in den Abstiegskampf. Mit Halbzeitanpfiff strukturierten die Skywheelers ihre Angriffe besser und brachten Wolk und Hengst, der für Kreß auf das Feld kam, immer wieder in gute Schusspositionen. Nun konnte man wieder einen Vorsprung aufbauen. Und als zur Viertelpause eine 55:45-Führung auf der Anzeigentafel für die Hessen aufleuchtete, schien das Spiel entschieden zu sein.
Doch die Skywheelers ließen im Gefühl eines sicheren Sieges nun wieder die Zügel schleifen und gestatteten den Gästen im letzten Viertel einen Zwischenspurt. Der ließ diese nochmal bis auf ein 55:60 zwei Minuten vor dem Schluss aufholen. Aber nun ließen sich Wolk und Co die Führung nicht mehr nehmen. Man „schaukelte“ nun förmlich den 68:57-Sieg nach Hause und besiegelte vermeintlich den Abstieg der belgischen Mannschaft aus der RBBL.


Zu guter Letzt sollten aber auch noch die Bulls jubeln dürfen. Das bis dahin sieglose Tabellenschlusslicht Augsburg gewann völlig überraschend in Jena und stürzte das dortige Team in die Tristesse. Der Abstieg der Thüringer ist nun sehr wahrscheinlich ebenso wie der Verbleib der Bulls in der RBBL. Einzig ein Sieg der Jena Caputs gegen München im letzten Spiel könnte daran noch etwas ändern. Für die Skyhweelers steht am letzten Spieltag noch die Fahrt zum nun nicht mehr sieglosen Tabellenletzten Augsburg an.


Wolk (35/1 Dreier), Hengst (14), Lehmann (7), Kreß (6), Sznabel (2), Kahsai (2), Wycisk (2), Miller, Schratz
-ausführlicher Bericht folgt-

 
4 Nations Pre Tournament
Tabelle
Pos.
Team
Spiele
Punkte
1
Lahn-Dill 18
34:2
2
Zwickau
18
30:6
3
RSB Thüring. 18
26:10
4
München 18
24:12
5
Skywheelers 18
20:16
6

Trier
18

18:18
7

Köln
18

14:22
8
Jena
18
8:28
9
Salzburg 18
4:32
10
Hannover
18
2:34

 


PlayOffs
Abstiegsplatz