Äußerst unglückliche 76:77-Niederlage in Trier

Unter weiterhin schwierigen Umständen nahmen die Skywheelers die Auswärtsaufgabe bei den Dolphins in Trier in Angriff. Aufbauspieler und Motor Lars Lehmann war aufgrund einer Viruserkrankung weiter so stark angegriffen, dass er kaum einsatzfähig war.

So war Trainerin Schratz gezwungen, eine Umstellung in der Starting-Line-Up vorzunehmen. Immerhin konnte sie auf den wieder genesenen Johannes Hengst zurückgreifen, der auch gleich von Beginn an gemeinsam mit ihr ran musste.

Die Taktik war klar ausgegeben, der Trierer Topscorer Passiwan, wurde von 2 Skywheelers „liebevoll betreut“ und in der Defense verteidigte man 3 gegen 4. Dieses Konzept ging zu Beginn durchaus auf. Nach 3 Minuten führten die Hessen mit 8:4. Wenn auch nicht völlig fehlerlos, konnte man weiter die Führung gegen die Trierer halten. Mit einer knappen 21:18 Führung gingen die Gäste in die Viertelpause. Dann schlichen sich aber im 2. Viertel bei der Verteidigung gegen den Trierer Topscorer Unkonzentriertheiten ein und er erhielt zu viel Raum. Auch wurden die taktischen Vorgaben gegen die 3:4 Überzahl der Trierer nicht gut genug umgesetzt, so dass Trier deutlich besser ins Spiel kam. Über McLachlan und Klein konnten die Gastgeber immer wieder erfolgreich unter dem hessischen Korb abschließen. Dazu gesellten sich einige Entscheidungen eines Referees, der nicht nur bei den Skywheelers für große Verwunderung sorgte. Die enttäuschende Leistung der hessischen Defense dokumentieren 28 Punkte der Dolphins, denen die Skywheelers nur 18 Punkte entgegen zu setzen hatten (39:46).

In der Halbzeit forderte Schratz nochmal mehr Konzentration in der Defense ein. „46 Punkte in einer Halbzeit sind definitiv zu viel.“ so Schratz nachdem Spiel. Doch auch der Start in die 2. Halbzeit wollte so recht nicht gelingen und die Skywheelers erlaubten den Gastgebern den Ausbau ihrer Führung (43:54; 4. Minute). Den Weckruf der Skywheelers startete dann ein 3-Punkte-Treffer von Wolk zur Mitte der Halbzeit. Nun war neuer Schwung bei den Hessen erkennbar. Bis zur Viertelpause arbeitete man sich bis auf 57:63 heran. Das letzte Viertel war an Spannung nicht mehr zu überbieten. Als Ken Kahsai nach 5 Minuten im letzten Viertel auf 69:69 ausglich, war die Nervosität auf Trierer Seite nicht zu übersehen. Das Spiel wogte hin und her. Die Dolphins konnten sich 2 Minuten vor Schluss auf 77:72 absetzen, doch die Skywheelers konterten durch Wolk und Hengst postwendend zum 76:77. Als dann knapp 6 Sekunden vor Schluss McLachlan einen

 

Halbdistanzschuss nicht einnetzen konnte, ging ein schneller Pass auf Wolk, der mit der Schlusssirene einen 3-Punkte-Versuch ansetzte. Den dabei stattfindenden Kontakt mit einem Spieler der Trierer interpretierte der Unparteiische zum Entsetzen der Skywheelers als regelkonform. Dies war umso bitterer als der gleiche Schiedsrichter bei einer vergleichbaren Situation zum Ende des ersten Viertels gegen Dirk Passiwan bei einem 3-Punkte-Versuch sofort auf Foul entschieden hatte.

Entsprechend groß war die Enttäuschung auf Frankfurter Seite. „Wir haben das Spiel im 2. Viertel verloren.“ analysierte Schratz nach dem Schlusspfiff. Sehr enttäuscht äußerte sich Routinier Jörg Wycisk nach Spiel: „Der Job eines Schiedsrichters ist sicherlich sehr schwierig und oft auch undankbar. Aber es hinterlässt schon einen schalen Beigeschmack, wenn man das Gefühl hat, dass ein Schiedsrichter in einer knappen Begegnung eine entscheidende Rolle gespielt hat.“

Nun stehen für die Skywheelers noch 2 Begegnungen zum Ausklang der Bundesligasaison an. Als nächstes erwarten die Frankfurter die Roller Bulls aus St. Vith. „Ich hoffe, dann haben wir endlich wieder alle gesund an Bord.“ meinte Schratz: „Denn gegen die Belgier wird es eine körperlich harte Partie werden. Für sie wird das das entscheidende Spiel gegen den Abstieg.“

Wolk (32/2 Dreier), Kreß (19), Hengst (15), Kahsai (8), Wycisk (2), Miller, Sznabel, Schratz

 
4 Nations Pre Tournament
Tabelle
Pos.
Team
Spiele
Punkte
1
Lahn-Dill 18
34:2
2
Zwickau
18
30:6
3
RSB Thüring. 18
26:10
4
München 18
24:12
5
Skywheelers 18
20:16
6

Trier
18

18:18
7

Köln
18

14:22
8
Jena
18
8:28
9
Salzburg 18
4:32
10
Hannover
18
2:34

 


PlayOffs
Abstiegsplatz