Skywheelers verlieren unter schwierigen Voraussetzungen mit 54:73 gegen ZwickauMehrere unangenehme Nachrichten hatte Trainerin Schratz vor dem Hochball gegen die RSC Rollis Zwickau zu verkraften. Diverse Viren hatten eine Schneise in den Kader geschlagen. Playmaker Lars Lehmann und Center Johannes Hengst fielen beide kurzfristig für das Spiel gegen die Sachsen aus. Die Nachricht sorgte nicht gerade für fröhliche Gesichter bei den Gastgebern. Dennoch war man nicht gewillt, den Gästen das Spiel zu schenken. Um die eigenen Möglichkeiten ein wenig zu erweitern, rückten Silke Bleifuss und Heike Friedrich in den Kader.Um den hochaufgeschossenen Zwickauern Paroli bieten zu können, bot Schratz Friedrich in der Starting Line up auf. Trotzdem sollten die Hessen zu Beginn mit Startschwierigkeiten kämpfen. Der Motor im Spiel der Hessen wurde schmerzlich vermisst. Hinzu kam, dass die Gäste nach Korberfolg auf eine Pressdeckung setzen. Augenscheinlich mutmaßte man bei den Skywheelers ohne Lehmann ein Geschwindigkeitsdefizit und wollte den Kampfgeist der Gastgeber im Keim ersticken. Der Schachzug sollte aber nicht aufgehen. Denn befreien konnte sich Kreß und Co eigentlich ohne größere Probleme. Nur wurden die Chancen unter dem Zwickauer Korb vergeben. So mussten die Zuschauer bis zur 4. Minute warten, bis der erste Korb für die Heimmannschaft fiel (2:9). Dieser eine Treffer schien wie eine Befreiung zu wirken. Nun waren die Skywheelers im Spiel. Über Kreß und Wolk kam man nun in der gegnerischen Zone immer wieder zu Korberfolgen und zeigte dabei mit schnellem Spiel einige sehenswerte Spielzüge. Schließlich ging es mit einem 12:23 in die Viertelpause. Im zweiten Viertel legte man in der Defense nun ein besonderes Augenmerk auf Piotr Luszynski, der für 12 der 23 Zwickauer Punkte verantwortlich zeichnete. Dies sollte tatsächlich besser gelingen und die Skywheelers kamen ihrerseits immer wieder zu Fast-Breaks, die erfolgreich abgeschlossen wurden. So gelang es Stück für Stück vom sächsischen Vorsprung abzuknabbern und in der 7. Minute konnte man mit dem 23:27 wieder den Anschluss an die Gäste herstellen. Sorgte der Einsatz von Heike Friedrich doch in der Defense für einige Rebounds, die sehr hilfreich waren. Nun schienen sich die Sykwheelers fast vor sich selbst zu erschrecken. Mit dem engen Spielverlauf hatte man nicht unbedingt gerechnet. Einige hektische Aktionen der Gastgeber in der Offense nutzen die Zwickauer nun, um zurückzuschlagen und stellten bis zur Halbzeit fast wieder den alten Vorsprung her (27:36). Auch im 3. Viertel zeigte sich den erfreuten Zuschauern weiterhin eine offene Partie. Es ging hin und her. Aber leider konnten die Skywheelers sich erst nicht näher heranarbeiten. Für ein Ausrufezeichen sorgte zum Ende des Viertels dann aber noch Andi Kreß, der einen Dreier zum 44:52 einnetzte. Damit hatten die Skyhweelers nach Viertel zwei auch Viertel drei für sich entschieden (17:16). Bis zur 7. Minute des letzten Viertels zeigte sich weiterhin ein unverändertes Bild (50:61). Die Hessen kämpften verbissen und machten den Sachsen das Leben schwer. Einziger Wehrmutstropfen im Spiel der Skywheelers war die Freiwurfquote. 11 Punkte ließ man an der Freiwurflinie liegen. Zum Spielende machten sich dann bei den Gastgebern nach aufopferungsvollem Spiel einige Ermüdungserscheinungen bemerkbar, die zu unnötigen Ballverlusten führten und den Gästen die Möglichkeit gaben, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Am Ende stand eine 54:73-Niederlage an der Anzeigetafel. Dennoch zeigten sich die Zuschauer vom Spiel der Skywheelers angetan und zollten dem Team Respekt für die unter schwierigen Bedingungen gezeigte Leistung. Ähnlich äußerte sich Schratz nach dem Spiel: "Wir können die für die letzten Spiele mitnehmen, dass wir unterstützt durch Silke Bleifuss und Heike Friedrich in der Lage waren, einem Meisterschaftskandidaten unter schlechten Startvoraussetzungen Paroli zu bieten. Andi Kreß hat eine klasse Leistung gezeigt. Und ich hoffe, dass wir dies mit in das Spiel nach Trier nehmen. Denn nach der Niederlage in der Hinrunde haben wir noch eine Scharte auszuwetzen." Lange trauern konnte man nach dem Spiel ohnehin nicht, denn ein Teil der Mannschaft machte sich gemeinsam mit Manager Fontaine auf den Weg zum Ball des Sports in Wiesbaden. Kreß (20), Wolk (16), Wycisk (10), Bleifuss (2), Friedrich (2), Kahsai (2), Sznabel (2), Schratz |