Skywheelers verpassen Kölner Play-Off-Ambitionen mit 82:79-Sieg einen herben Dämpfer

Das Auswärtsspiel der Skywheelers in Köln stand unter keinem guten Stern. Nur ein Rumpfkader machte sich auf den Weg in die Domstadt. Nat Craig ist mittlerweile wieder in England, Florian Miller fällt weiterhin aufgrund seines Studiums aus und Paul Sznabel meldete sich bereits unter der Woche krank. So standen Nora Schratz außer ihr selbst nur noch sechs einsatzfähige Spieler zur Verfügung.  Ganz anders der Gegner aus der Domstadt. Alle Mann inklusive Superstar Pat Anderson waren an Bord.

Dennoch rechnete man sich auf Frankfurter Seite eine Chance aus. Denn man hatte sich für die Rheinländer eine spezielle Taktik zu recht gelegt. Pat Anderson "erfreute" sich der Bewachung durch 2 Skywheelers. Dieser taktische Schachzug sollte Früchte tragen. Anderson zeigte sich sichtlich angefasst von der Strategie und zeigte in einigen Situationen Nerven. Auch konnten seine Teamkollegen mit dem ihnen gewährten Freiraum nicht gut umgehen. Die Skywheelers ihrerseits kamen auch offensiv gut ins Spiel und zeigten sehenswerte Kombinationen. Nachdem Anderson nur einen von sechs Würfen im ersten Viertel traf, führten die Gäste fast folgerichtig mit 14:9.

Mit frischem Mut ging der Frankfurter Rumpfkader ins zweite Viertel und setzte weiter auf die erfolgreiche Strategie. Mit einem 7:0-Lauf anfangs des Viertels konnte man den Vorsprung auf 25:13 ausbauen und hielt weiter das Heft des Handelns ins der Hand. Dieses ließ man sich bis zum Viertelende bei einer 21:33-Führung auch nicht mehr aus der Hand nehmen. Dass Anderson bei einer Quote von 20 % aus dem Feld und ganzen 5 Punkten zur Halbzeit stand, legt Zeugnis für die gut umgesetzte Strategie ab.

Im Lager der Hessen war man sich bewusst, dass die zweite Halbzeit sehr schwer würde. Ohne jeden Wechsel hatte man die erste Halbzeit gespielt und hatte auch für die 2. Halbzeit mit Johannes Hengst nur noch einen weiteren Spieler neben Spielertrainerin Schratz auf der Bank. Dieser Nachteil sollte sich im weiteren Verlauf bemerkbar machen. "Das Team war ein wenig müde im Kopf." so Schratz nach dem Spiel. Aber die Hessen zeigten Kampfgeist, konnten dennoch nicht verhindern, dass die Kölner immer näher kamen. Insbesondere Anderson nutzte dies nun, um sich besser in Szene zu setzen. 15 Punkte erzielte er allein im 3. Viertel und brachte fast im Alleingang sein Team wieder zurück ins Spiel (46:50). Die Zuschauer bekamen nun einen wahren Krimi geboten.

Das Spiel wogte hin und her und niemand konnte sich entscheiden absetzen. Dennoch gelang es den Skywheelers durch 2 erfolgreiche Freiwürfe von Sebastian Wolk sich 10 Sekunden vor der Schlusssirene auf 68:64 abzusetzen. Im Skywheelersteam machte sich schon Freude über den Sieg breit. Aber man hatte die Rechnung ohne Anderson gemacht. 4 Sekunden vor Schluss erzielte er mit einem Korbleger das 66:68. Den nun fälligen Einwurf brachten die Skywheelers auf Wolk, der von hinten durch Anderson gestoßen wurde. Ziel der Kölner war es, die Uhr zu stoppen. Zur Überraschung aller Beteiligten ließen die Unparteiischen die Aktion ungeahndet. Die Skywheelers verloren den Ball. Und zum Entsetzen der Hessen gelang es Anderson dann, mit der Schlussirene aus der Halbdistanz den Ausgleich zu erzielen (68:68). Hängende Frankfurter Köpfe waren die Folge, zumal sich Andi Kreß kurz vor Schluss rausgefoult hatte.

Aber die Hessen ließen sich nicht entmutigen. Hengst sprang für Kreß in die Bresche und erzielte entscheidende Punkte in der fälligen Verlängerung. Schließlich setzen sich die unermüdlich kämpfenden Skywheelers mit einem 82:79 n.V. bei dem Kandidaten mit Play-Off-Ambitionen durch. Entsprechend zufrieden zeigte sich Schratz: "Das war insbesondere mit diesem Rumpfkader eine Topleistung. Mit dem Ergebnis können wir mehr als zufrieden sein. Hervorzuheben neben Topscrorer Wolk sind auch Andi Kreß und Ken Kahsai."

Wolk (35), Kreß (19), Kahsai (14), Hengst (6), Lehmann (5), Wycisk (3), Schratz

 
4 Nations Pre Tournament
Tabelle
Pos.
Team
Spiele
Punkte
1
Lahn-Dill 18
34:2
2
Zwickau
18
30:6
3
RSB Thüring. 18
26:10
4
München 18
24:12
5
Skywheelers 18
20:16
6

Trier
18

18:18
7

Köln
18

14:22
8
Jena
18
8:28
9
Salzburg 18
4:32
10
Hannover
18
2:34

 


PlayOffs
Abstiegsplatz