Skywheelers verlieren nach spannendem Spiel mit 76:72 in BonnDas letzte Bundesliga-Spiel vor der Weihnachtspause führte die Skywheelers an den Rhein. Der ASV Bonn wartete zum Rückrundenauftakt auf die hessischen Gäste. Auf Frankfurter Seite rechnete man sich für dieses Spiel durchaus eine Siegchance aus. Denn die Duelle zwischen den beiden Kontrahenten waren eigentlich immer knappe Angelegenheiten.
Doch der Start in das Spiel gelang den Skywheelers weniger. Nach 3 Minuten lag man bereits mit 2:8 im Hintertreffen und zeigte sich von der Ganzfeldpresse der Gastgeber überrascht. Dies nötigte Trainerin Schratz schon früh eine Auszeit für ihr Team ab, in der sie sie auf die neuen taktischen Gegebenheiten einstellte. Fortan verlief das Spiel ausgeglichener. Den Skywheelers gelang es nun immer wieder die Presse zügig auszuspielen und zum erfolgreichen Abschluss zu kommen. Dennoch lag man auch nach 8 Minuten noch immer zurück (16:8). So sollten dann ein paar Bonner Unaufmerksamkeiten in den letzten 2 Minuten das Spiel wieder ausgeglichen gestalten. Ein 8:2-Lauf brachte die Skywheelers wieder bis auf 16:18 zum Viertelende heran. Auch im 2. Viertel sollte das Spiel weiter sehr ausgeglichen verlaufen. Keines der Teams konnte sich entscheidend absetzen. Herausragender Akteur auf Bonner Seite war Mustafa Korkmaz, der den Frankfurtern mit Treffern aus der Halbdistanz weh tat. Zur Halbzeit lagen die Skywheelers, die sich nun gut in das Spiel hineingekämpft hatten und einige schöne Aktionen zeigten, mit 33:37 zurück. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit sollte das Spiel weiter eng bleiben. Ein Dreier von Sebastian Wolk in der 6. Spielminute verkürzte den Rückstand aus Frankfurter Sicht auf 42:43. Als dann Ken Kahsai mit einem erfolgreichen Korbleger kurz danach folgte, war die erste Führung der Skywheelers Realität geworden (44:43). Doch Adam Lancia ließ auf Bonner Seite einen Halbdistanzwurf in die Frankfurter Reuse einschweben und eroberte die Führung wieder zurück. So ging es nun hin und her. Zum Ende des Viertels hatten die Skyhweelers einen der vier Punkte Rückstand "abgeknabbert" (52:55). Im letzten Viertel warfen nun beide Mannschaften nochmal alles in die Waagschale, um das Spiel für sich zu entscheiden. Erneut hofften die Frankfurter als sie in der 4. Spielminute die Führung erneut an sich rissen (62:61). Doch dann brachten 2 Turnovers die Bonner wieder ins Spiel und sie übernahmen wieder die Führung (69:67). Als dann in der 8. Minute sich der Bonner Trainer Otto zu sehr über eine Entscheidung der Schiedsrichter aufregte, setzte es ein technisches Foul gegen die Bank, das zwei Freiwürfe und einen Einwurf für die Skywheelers zur Folge hatte. Leider konnte nur auf 68:69 verkürzt werden und im anschließenden Angriff wurde eine leichte Korblegerchance vergeben. Nun erwiesen sich die Rheinländer als das abgebrühtere Team. Sie nutzten Ihre Chance und brachten einen knappen 76:72-Sieg nach Hause. Entsprechend enttäuscht zeigte sich Trainerin Schratz am Ende: "Uns hat nur ein Wimpernschlag zum Sieg gefehlt. Wir hatten im Vergleich zu den Bonnern die bessere Trefferquote, allerdings hatten die Bonner ein paar Korbversuche mehr als wir. Das lässt sich durch unsere Ballverluste erklären. Davon hatten wir am Ende ein paar zuviel, die uns das Spiel gekostet haben. Aber wir müssen nun nach vorne schauen und das Positive aus diesem Spiel ziehen." Schon am kommenden Samstag steht für die Hessen die nächste Aufgabe an. Im Pokalviertelfinale trifft man auf den Regionalligisten Rolling Devils aus Kaiserslautern. Mit einem Sieg kann man sich für das Final Four qualifizieren. Auf die leichte Schulter nimmt man das Spiel aber nicht. In den Reihen des Regionaligisten stehen einige ehemalige Bundesligaakteure. Wolk (19), Kress (15), Kahsai (10), Craig (8), Lehmann (7), Hengst, Sznabel, Wycisk (alle 2), Schratz |