Skwheelers mit einem 72:64 Sieg bei den Roller BullsNach der enttäuschenden Niederlage am vergangenen Wochenende standen die Skywheelers vor der Begegnung in den Ardennen gegen die Roller Bulls unter Druck. Eine weitere Niederlage und man steckt viel tiefer im Abstiegsstrudel als das jemals zu ahnen war. Daher ging man das Spiel sehr konzentriert an. Es galt insbesondere Tanguy Six und Lorenzo Boterberg in den Griff zu kriegen, die für die meisten Punkte der Belgier in der RBBL verantwortlich zeichnen.
Um den Gastgebern wenig Möglichkeiten zu geben, Ihre Stärken auszuspielen, setzte Trainerin Schratz auf eine Mischung aus Ganzfeldpresse und Zonenverteidigung. Zu Beginn zeigten auch die Roller Bulls gleich, dass sie sich für das Spiel Einiges vorgenommen hatten. Man ging gewohnt rustikal gegen die Hessen zu Werke. Doch man behielt auf Seiten der Skywheelers die Ruhe und konnte sich beim 12:6 nach 5 Minuten eine erste kleine Führung sichern. Mit schnellem Spiel nach vorne gelang es immer wieder auch zu schnellen Körben zu kommen oder die Bulls zu Fouls zu zwingen. Wichtig sollte dann eine Szene werden, die sich mit der Schlusssirene des ersten Viertels ereignete. Es waren nur noch wenige Sekunden auf der Uhr. Ein langer Pass erreichte Sebastian Wolk, der den Ball direkt Richtung Korb warf und mit dem Buzzerbeater 3 Punkte erzielte. So konnte man mit einer 20:11 Führung in die Viertelpause gehen. Die Bulls zeigten sich nach Wiederbeginn beeindruckt und Andi Kreß erzielte 7 Punkte in Folge (27:11). Nun lief es bei den Skywheelers. Mit einer druckvollen Defense bereite man den Belgiern einige Schwierigkeiten und kam über ein schnelles Spiel zu schönen Kombinationen und Treffern. Am Ende der Halbzeit lagen die Hessen mit 42:24 in Front. Doch man war gewarnt. Ähnlich war das Spiel im vergangenen Jahr verlaufen, als man schlussendlich nur ganz knapp und mit ein wenig Glück gewann. Daher versuchte Schratz in der Halbzeit nochmal alle Spieler daran zu erinnern, dass man die zweite Halbzeit von Beginn an hochkonzentriert angehen muss. Doch der Start mißlang ein wenig. die Gastgeber erzielten 6 Punkte in Folge (42:30) und schöpften erkennbar neue Hoffnung. Auch sie hatten das Spiel im Vorjahr nicht vergessen. Doch dieses Mal sollten die Frankfurter die Ruhe bewahren und sich von den vom enthusiatischen Publikum angefeuerteren Roller Bulls nicht beeindrucken lassen. Man bekam das Spiel wieder in den Griff und ging in das letzten Viertel mit einer 60:41-Führung. Nun sollte im Gefühl des vermeintlich sicheren Sieges die Konzentration ein wenig auf der Strecke bleiben. Die Bulls legten nochmal ein Schippchen auf ihre rustikale Spielweise drauf und versuchten nun alles um das Spiel doch noch umzubiegen. Ein 11:0-Lauf brachte sie auf ein 52:63 heran. Und als die Gäste 1 Minute vor Spielende mit 68:60 führten, war sich Schratz sicher, dass es für einen Sieg reichen würde. Johannes Hengst war es dann vorbehalten, die letzten 4 Punkte in der Begegnung zu erzielen und seinen Farben den 72:64-Erfolg zu sichern. Entsprechend zufrieden zeigte sich Schratz nach dem Spiel: "Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein. Die Mannschaft hat den Druck, der sich nach der Niederlage gegen Trier aufgebaut hat, gut verdaut. Insbesondere in der ersten Halbzeit haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt. Und in der zweiten Halbzeit haben wir uns zum größten Teil nicht von der Aggressivität der Bulls verunsichern lassen und kühlen Kopf bewahrt." Wolk (21/1 Dreier), Lehmann (16), Kreß (16), Hengst (7), Craig (7/1), Kahsai (4), Wycisk (1), Sznabel, Schratz |