Skywheelers enttäuschen beim Challenge-Cup in Lodz

Hochgesteckt waren die Ziele der Skywheelers vor dem Trip nach Polen. Als Ziel hatte man sich das Erreichen des Endspiels gesetzt. Und nachdem die Aschewolke sich verzogen hatte und der Flugverkehr sich wieder normalisierte, kam man plangemäß in Lodz an. Als erste Aufgabe erwartete die Skywheelers ein unbekannter Gegner. Die Norköpping Dolphins aus Schweden waren der erste Gegner der Hessen. Da man nichts über den Gegner wusste, ging Trainer Hopp mit einer etwas defensiveren Variante ins Spiel und beschränkte sich auf eine Zonenverteidigung. Wie sich herausstellen sollte, waren die Schweden sehr fix und hatte viele junge und sehr talentierte Spieler. Schnell geriet man gegen die treffsicheren Skandinavier in Rückstand. Auch bis zur Halbzeit führte die Mannschaft aus dem hohen Norden. Und dass es sich um eine starke Mannschaft handelte, konnte man auch am späteren Ergebnis sehen. Die Schweden nahmen den Cup mit nach Hause. Insbesondere in der 2. Halbzeit kämpfte man auf hessischer Seite aufopferungsvoll, doch am Ende musste man sich den Wikingern knapp mit 66:68 beugen. Enttäuschung machte sich im hessischen Lager breit.

Doch schon am Abend stand das nächste Spiel gegen die Oldham Owls aus England an. Und es war klar, dass man das Spiel gewinnen musste, wenn man noch eine Chance auf das Halbfinale haben wollte. Dieses Mal erwischte man einen Traumstart und führte nach dem ersten Viertel mit 16:4. Auch im zweiten Viertel dominierte man die Partie. Doch dann schlichen sich im Gefühl des sicheren Sieges Nachlässigkeiten im Spiel der Skywheelers ein. Die Engländer kamen noch mal bis auf 3 Punkte an die Skywheelers heran. Schließlich konnte man aber den ersten Sieg mit 71:65 einfahren.

Am Samstagvormittag stand dann das entscheidende Spiel um den Halbfinaleinzug gegen die französische Mannschaft von Le Cannet an. Klar war, dass ein Sieg ausreichen würde, um Platz 2 in der Gruppe zu erreichen. Und dieses Mal sahen Trainer Hopp und Manager Fontaine ein rasantes Spiel, das deutliche mehr als die wenigen Zuschauer verdient hatte. Die Hessen gingen aggressiv ins Spiel und diktierten den ebenfalls schnellen Franzosen dennoch das Tempo. Sukzessive erarbeitete man sich eine Führung und schließlich kam ein klarer 92:72-Sieg dabei heraus. Platz 2 war geschafft und die Mienen im Skywheelers-Lager entspannten sich ein wenig. Gegner im Halbfinale war der Gruppensieger der anderen Gruppe: die Wolverhampton Rhinos.

Im Verlauf hatte man schon gesehen, dass die Engländer mit insgesamt 4 Nationalspielern ein starkes Team aufboten. Erkannt hatte man auf Frankfurter Seite auch, dass der Gegner insbesondere mit Nationalspieler John Hall sehr physisch und oftmals über die Grenzen der Regeln hinaus agierte. Dennoch kam man sehr gut ins Spiel und lieferte eine starke Verteidigungsleistung ab. Doch es wurde auch immer deutlicher, dass man auf den großen Positionen keine Alternativen auf der Bank hatte, nachdem man auf Silke Bleifuss und Heike Friedrich verzichten musste. Erste Ermüdungserscheinungen wurden im Spiel immer sichtbar. Und so kam es, wie es kommen musste. Die Engländer hatten die länger besetzte Bank und konnten 2 Minuten vor Spielende erstmals in Führung geben. Am Ende musste man sich den Engländern mit 54:60 beugen. Hopp nach dem Spiel: Wir haben sehr gut verteidigt, aber leider haben wir im Abschluss ähnliche Schwächen wie auch während der Saison erkennen lassen. Unübersehbar war auch der Substanzverlust bei einigen meiner Spieler."

So bescherte die Niederlage den Hessen eine brisante Partie im Spiel um Platz 3. Die Pilatus Dragons mit dem ehemaligen Frankfurter Trainer Donner waren der Gegner. Insbesondere zu Beginn des Spiels fand das Team aus der hessischen Metropole nicht die richtige Einstellung zur Begegnung. Man war zu siegessicher und fing sich schnell einen Rückstand von mehr als 10 Punkten ein. Auch die Trefferquote erinnerte an so manche desillusionierende Bundesligabegegnung der abgelaufenen Saison. Dennoch schaffte man es, sich bis 5 Sekunden vor Schluss wieder bis auf 2 Punkte heranzukämpfen. Sebastian Wolk schaffte sogar noch mit der Schlusssirene den Ausgleich. Aber es sollte nur ein kurzes Aufflackern sein. In der Verlängerung musste man sich dem Schweizer Meister mit 64:68 beugen.

Entsprechend groß war die Ernüchterung im Lager der Hessen. Hopp: "Die Leistungen im Turnier waren wieder genauso schwankend wie in der abgelaufenen Saison." Manager Fontaine hob am Ende hervor, "dass z.B. die Schweden unter ganz anderen Bedingungen trainieren als wir. Bis zu fünfmal in der Woche Training, davon können wir angesichts der Berufstätigkeit der meisten nur träumen."

 
Nächstes Spiel:

16. Spieltag RBBL

Samstag 11.02.2012, 18:30 Uhr

Trier Dolphins vs. Mainhatten Skywheelers

Keyscout Live Statistiken

10. Spieltag 2.RBBL Süd

Samstag 11.02.2012, 15:00 Uhr

Würzburg vs. Mainhatten Skywheelers


Letztes Spiel:

15. Spieltag RBBL:

Mainhatten Skywheelers vs. RSC Rollis Zwickau

64 : 70
Keyscout - Live Statistiken

Tabelle
Pos.
Team
Spiele
Punkte
1
Lahn-Dill 15
28:2
2
Zwickau
15
26:4
3
RSB Thüring. 15
20:10
4
München 15
20:10
5
Skywheelers
15
18:12
6

Trier
15

14:16
7

Köln
15

14:16
8
Salzburg 15
4:26
9
Jena
15
4:26
10
Hannover
15
2:28

 


PlayOffs
Abstiegsplatz